14. Dezember 2020, 10 Uhr CET | Online-Konferenz

Europäischer Weg für KI: Schutz von Grundrechten im Zeitalter Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) beeinflusst schon heute immer mehr Bereiche unseres täglichen Lebens. Behörden können sie einsetzen, um Anträge auf Sozialleistungen zu bearbeiten oder die Arbeit der Polizei zu unterstützen. Unternehmen nutzen sie zur Entwicklung von Tools für Gesundheitsdienstleistungen oder bei der Platzierung von Online-Werbung. Schnell hat KI sich einen Platz auf der politischen Agenda erobert, nicht zuletzt im Zusammenhang mit den Bestrebungen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid‑19.

Politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger erkennen an, dass es notwendig ist, technologische, wirtschaftliche und soziale Innovationen zu fördern. Sie sehen aber auch, dass beim Einsatz von KI die Grundrechte und -freiheiten gewahrt und auch Privatsphäre, Datenschutz und Nichtdiskriminierung gewährleistet werden müssen.

Bei Diskussionen über die Auswirkungen von KI auf die Grundrechte fehlt es oft an konkreten Beispielen und Erfahrungen aus der Praxis. In der demnächst erscheinenden Studie „Getting the Future right – Artificial Intelligence and Fundamental Rights“ der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) werden diese Auswirkungen anhand realer Anwendungsfälle von KI und verwandter Technologien, die von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen in der EU eingesetzt werden, analysiert. Die FRA wird die Studie im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung mit der deutschen EU‑Ratspräsidentschaft am 14. Dezember 2020 vorstellen.

Führende Expertinnen und Experten sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden die Ergebnisse der Studie zu den Auswirkungen von KI-Anwendungen auf die EU-Grundrechte  erörtern und die daraus folgenden Anforderungen für einen künftigen EU-Rahmen zur Regulierung von KI diskutieren.  Die Online-Veranstaltung bietet Gelegenheit, sich an der wichtigen Diskussion darüber zu beteiligen, wie verbindliche Grundrechtsstandards in die Entwicklung von Rechtsvorschriften und politischen Konzepten zum Thema KI einfließen können, insbesondere vor dem Hintergrund der von der Europäischen Kommission für das erste Quartal 2021 angekündigten Legislativvorschläge.

Bei dieser Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, sich zu diesen und weiteren Aspekten mit Expertinnen und Experten sowie führenden Stakeholdern in drei verschiedenen Paneldiskussionen auszutauschen:

  • Wie können wir rechtsverbindliche Grundrechte durchsetzen?
  • Wie können wir Standards setzen und bewährte Praktiken fördern?
  • Wie können wir tragfähige und praxistaugliche Vorschriften und Konzepte entwickeln?

  • Abstimmungsfragen, Q&A-Sessions und kurze Videoeinspielungen werden für eine interaktive Veranstaltung sorgen. Der Livestream wird öffentlich zur Verfügung stehen, um aber an dem interaktiven Teil zu partizipieren bedarf es einer Registrierung. Zur Registrierung schicken Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff "European Way on AI" an zb3-eu2020@bmjv.bund.de und wir senden Ihnen einen Link zum Registrierungsportal.